#19 Das beste Tool gegen Stress

Shownotes

„Gib mir einfach ein Tool gegen Stress.“ Klingt erstmal nachvollziehbar. Aber ist das die nachhaltigste Lösung? Wir sprechen darüber, wann kleine Tools wirklich helfen, warum Selbstbeziehung vielleicht wichtiger ist als der nächste „Mind Hack“ und was passiert, wenn Stress irgendwann einfach zum Normalzustand wird. Eine Folge, nach der du vielleicht mit deinem inneren Säbelzahntiger anders in den Kontakt gehen kannst.


Lucas Appel ist staatlich anerkannter Physiotherapeut und Heilpraktiker für Physiotherapie. In seiner Privatpraxis für Physiotherapie https://www.physiotherapie-appel.de in Potsdam verbindet er Manuelle Therapie (INOMT), osteopathische Techniken, CMD und Nervensystem-Coaching – mit ca. 50 Minuten Zeit pro Termin, auch ohne Rezept. Privat lebt er mit seiner Frau, seiner Tochter und zwei Katzen in Werder an der Havel. Seine Mission: das Leben zu erforschen und verkörpern.

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Marius arbeitet als Trainer, Berater und systemischer Coach mit Menschen und Organisationen in ganz Deutschland. Seine Mission: Bewusstheit für innere Prozesse zu schaffen und daraus klare, menschliche und wirksame Zusammenarbeit entstehen zu lassen. Er begleitet Kunden aus verschiedenen Branchen – vom Handwerk, Industrie bis hin zu E-Commerce oder StartUps. Eben überall, wo Menschen mit Menschen zusammenarbeiten.

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Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:17: Moin Luki,

00:00:18: moin Marius!

00:00:20: Schön dich zu sehen.

00:00:20: Wir sind gerade aus einer kleinen Vorbesprechung mit einem Witz direkt in die Aufnahme gestartet.

00:00:26: Wir begrüßen euch alle zur Folge neunzehn und ich habe Kaffee vor mir, ich hab Tee vor mehr, ich habe ein Wasser vor mir.

00:00:32: Ich bin bereit für die Podcastfolge.

00:00:34: Wie geht's dir?

00:00:36: Ich habe Marius vor mir sitzen und ein Wasser an meiner Seite.

00:00:40: Und ich bin gespannt, was du jetzt gleich sagst, denn du warst gerade so Feuer-und Flamme und hast gesagt, ich hab' jetzt einen Thema!

00:00:50: Jetzt bin ich ganz kribblich und gespannt wo die Reise hingeht.

00:00:56: Es geht um das Thema Stressbewältigung.

00:00:59: Das ist ja ein Thema womit vermutlich niemand von unseren Zuhörern etwas anfangen kann – es sind ja immer alle anderen gestresst.

00:01:06: nun man selbst nicht aber Wir beide, du und ich erfahren glaube auch ab und zu Stress.

00:01:12: Und... Ich würde gerne mal wissen oder das auch zum Thema machen und vielleicht können wir damit auch gleichzeitig Selbstreflektionen- und Aufklärungsarbeit in einem machen, dass in den Workshops, Seminaren, Trainings die ich so gebe in unterschiedlichen Kontexten ganz auf der Wunsch nach etwas handfestend da ist.

00:01:33: So Erwartung!

00:01:33: Ich möchte gern heute ein Tool lernen.

00:01:36: Klammer auf um mit meinem Stress besser umzugehen Und dann bin ich immer hin und her gerissen, weil ich kann diesen Wunsch einerseits total verstehen.

00:01:44: Und gleichzeitig glaube ich – und darüber möchte ich gerne mit dir diskutieren – dass es mit einem Tool nicht getan ist, um das mal vorwegzunehmen in dysfunktionale oder für die personenstressige anstrengende Strukturen mich begebe oder diese Person sich darin befindet dass das Stress erleben, langfristig sich nicht verändert wenn ich ihn nur in der Situation verhaue.

00:02:15: Aber meinetwegen das wegatmen kann oder aber jetzt ein zwei drei Zähle und irgendeine Mind-Hackübung anwende so dass immer mein Ansatz ist An den Strukturen zu arbeiten an den Verhältnissen auch Das denken und fühlen sich auch anzuschauen auch wenn es der weit aus schwieriger und langfristiger Weg ist anstatt nur auf einer Verhaltensebene irgendwo einen Schalter zu drücken, weil das wirkt dann so oberflächlich.

00:02:43: Lange Redekurzer sind logisch.

00:02:45: Wenn du das jetzt hörst was denkst du dazu?

00:02:48: Hast du dazu Erfahrungen?

00:02:50: wie würdest du damit umgehen?

00:02:52: Also erstmal glaube ich grundsätzlich dass das Stress erleben so individuell ist also was für ein selbst wirklich Stress ist und als Stress empfunden wird das es so so individuelle.

00:03:08: Ich glaube, dass es tatsächlich für gewisse Menschen hilfreich sein kann wenn sie sagen, sie fühlen Stress in bestimmten Situationen.

00:03:16: Dieses eine Hacking-Tool etwas zu verändern total hilfreich sein kann und für die ist das dann cool.

00:03:22: Dann gibt's aber auch Menschen, die fühlen nicht nur Stress sondern sie können quasi den Stress nicht mehr bewältigen.

00:03:29: Und das sind aber meistens die Menschen meiner Erfahrung nach, die gar nicht mehr sagen ich fühle Stress.

00:03:34: bei dem Moment wo ich sage ich fühl stress muss ich einigermaßen reguliert sein um das wahrzunehmen, dass sich überhaupt Stress fühle.

00:03:43: Da bin ich also schon wieder in der Selbstwirksamkeit drin.

00:03:48: Ich erlebe es häufig.

00:03:49: die Leute wo ich das wahrnehme, die nicht nur gestresst sind sondern wo Stress irgendwann gekippt ist in Disregulationen Die sagen nicht, dass sie gestressten Stress hat.

00:04:02: jeder.

00:04:04: Das ist das was die häufig sagen und die brauchen dann besonders Hilfe einfach, denke ich.

00:04:12: Also ich denke das an beidem was dran ist, tiefer zu schauen.

00:04:16: aber ich glaube dass es manchmal auch hilfreich sein kann für Menschen einfach dieses eine Tool zu haben wie du meintest mit dem.

00:04:22: Es gibt ne Atemübung und vielleicht hilft mir das schon.

00:04:25: Und ich wollte grad fragen Was wäre denn so diese eine Sache für dich?

00:04:30: oder hast Du vielleicht sogar schon eine Sache wo du sagst wenn ich im Stress bin?

00:04:32: Dann tue ich das.

00:04:36: Ja Ich mach das tatsächlich so Im Moment Dass ich mir die Frage stelle, wenn ich Stress im System spüre in meinem Körper.

00:04:44: Ja diese vegetativen Funktion als Beispiel.

00:04:48: Ich möchte wissen was jetzt der Säbelzahntieger angeblich ist.

00:04:53: Weil Stress im system vegetativ hochfahren muss ja damit etwas zu tun haben dass irgendwo eine Gefahr lauert.

00:05:02: oder es laut keine Gefahr in der Realität.

00:05:04: aber in meinen Gedanken lauerte eine Gefahren Die ich über eine Situation habe beispielsweise Therapeuten und mein Kopf denkt, oh Gott der nimmt mich jetzt komplett auseinander.

00:05:16: Der sieht jetzt Sachen bei mir die habe ich noch nicht gesehen.

00:05:19: Jetzt bin ich total aufgeregt!

00:05:20: Ich fahre übelst hoch.

00:05:22: dann frage ich mich halt was stresst?

00:05:25: Was ist ja Säbelzahn-Tiger gerade?

00:05:28: Was denke ich welche Gefahr jetzt hier angeblich droht?

00:05:32: also ich mache mir das bewusst könnte man sagen.

00:05:34: Ich versuche es nicht weg zu machen sondern ich frag mich was ist das was mich da stresst?

00:05:37: Das ist so mein Tool

00:05:39: In dem Moment, finde ich aber gehst du auch schon wieder auf eine tiefere Gedankebene und ich unterstützt das total.

00:05:45: Dann ist das für mich gar nicht nur so ein... Ich schüttel mich einmal, ich drehe mich einmal im Kreis oder ich stecke den Finger in Mund und nuckel dran dass es mein Nervensystem beruhigt sondern das ist ja schon wieder Auf einer kognitiven Ebene.

00:06:01: Ja vielleicht rauche ich eine Auf einer Kognitive Ebene.

00:06:06: Das ist natürlich auch ein Tool, aber es ist genau das was ich meine.

00:06:09: Du veränderst oder du sorgst vielleicht von Reframing für eine neue Betrachtung der Situation und damit zoomst du auch einen Stück raus und sagst mal was stresst mich eigentlich?

00:06:20: Ist das meine Erwartungen, ist das meine Bewertung?

00:06:22: Kommt das von außen, mach ich mir das selbst Und du gehst in so ein positives Selbstgespräch

00:06:28: Richtig!

00:06:29: Ja, dass ist das wie ich's gerade mache.

00:06:31: So ganz konkret.

00:06:32: als Beispiel Wir beide haben uns ja jetzt den Termin gehabt zur Podcastaufnahme Und heute hatten wir was so, dass wir mal kein Thema vorher besprochen hatten.

00:06:41: Das heißt, wir sind hier quasi plain reingegangen und dann habe ich eine Aufregung in mir gemerkt.

00:06:51: So eine leichte Aktivierung von Herzklopfen, so eine Stunde Feuer ungefähr... ...und hab mich dann gefragt das was ich gerade gesagt habe.

00:06:59: Wo lauert jetzt angeblich die Gefahr?

00:07:03: Und da kamen so Gedanken wie ja.. dass wir kein Thema finden, das es hakelig wird und dann ging's weiter.

00:07:11: Dass ich... Dann wenn es hakelig wird quasi nicht die Performance bringen kann, die ich denke wichtig ist für das was ich mache.

00:07:21: Dann so Sachen wie okay das könnt ihr ja nach hinten losgehen und scheitern Und dann gehts weiter.

00:07:25: Ja?

00:07:27: Was ist wenn es scheitert?

00:07:28: Dann gehen alle Leute weg Die hören nicht mehr zu.

00:07:32: Marius der hat vielleicht auch keinen Bock mehr Komplett High-Performance Sache mache.

00:07:38: Das sagt er vielleicht auch so, ja Luca, heute hätte ich mal besser sein können.

00:07:43: So das sind wenn ich dann nach tiefer Forschung so Gedanken die dann kommen und der nächste Schritt ist dann mich zu fragen ob das realistisch sein kann?

00:07:58: Ob das realistice Gedanken sind oder ob das Gedanken sind was weiß ich wo die herkommen.

00:08:04: Und wenn ich dann kurz in den Realitätssteg reingehe und einfach nur jetzt dich mal nehme, klar die anderen Leute können halt weggehen.

00:08:10: Das würde ich aber nicht mehr mitkriegen.

00:08:12: Also auch lustig!

00:08:12: Ich habe Angst vor was, dass sie mich noch einmal mitkrigen.

00:08:14: Ob die weggehen oder nicht?

00:08:15: Weil die hören ja quasi in einer Woche erst den Podcast... Aber du, du könntest weggehen.

00:08:19: und dann frage ich mich wirklich würdest du wirklich weg gehen, wenn ich jetzt hier die schlechteste Performance mache?

00:08:25: Ich komplett verkacke, ich sage Boah, das kotzt mich alles ein, ich hab kein Bock.

00:08:32: Dann denk' ich mir so nein Der würde doch ganz realistisch fragen, Luki kann ich was für dich tun.

00:08:37: Der Gedanke ist ja schon der die Gefahr auslöst also die vegetative Reaktion.

00:08:42: Der ist ja nicht wahr.

00:08:44: und so gehe ich mit Stress um einen Moment oder so versuche ich zu gucken, wo kommt der Stress her?

00:08:50: Und tatsächlich wird er dann weniger.

00:08:51: auch das ist das coole in dem moment wo ich weiß was was es die gefahr sozusagen.

00:08:57: Dann lass mich mal finde ich total wertvoll können wir gerne gleich vertiefen.

00:09:02: Das klingt für mich nach einer sehr ruhigen Stresssituation.

00:09:04: Ich möchte jetzt nicht deinen Erfahrungswert oder dein Erleben, dein Inneres damit herab senken aber das ist ja eins wo du denkst okay ich bin hier so... ...ich sehe die Situation!

00:09:14: Ich gehe da mit in Kontakt und kann das irgendwie umleiten.

00:09:18: Jetzt stell dir mal vor ich weiß nicht ob das deiner Realität entspricht aber du bist bei euch in der Küche im Wohnzimmer.

00:09:23: es sind irgendwie gerade zwei drei Töpfe auf dem Herd.

00:09:27: alles kocht und dampft im Ofen ist auch was das Gemüse.

00:09:31: Deine kleine Tochter ist gerade auf dem Boden, auf der Deck gespielt oder zieht sich irgendwie am Stuhl hoch.

00:09:37: Deine Frau ist grade noch einkaufen und die ist irgendwo beim Sport.

00:09:39: Die kommen nach Hause.

00:09:41: Parallel klingelt das Telefon.

00:09:42: Irgendwie die Kleinen stolpert, weint und irgendwie sind grad zehn Sachen parallel.

00:09:48: Wie gehst du in so einer Situation damit um?

00:09:50: Ist das ein... Ja ich möchte gar nichts vorgeben.

00:09:52: also A kennst du das und B ist ja eine Alltagssituation, die glaube ich viele Menschen kennen in verschiedenen Kontexten

00:10:01: Ja, ja.

00:10:02: Also passiert andauern quasi mit Kleinkind und mal so, mal so gehe ich damit um.

00:10:09: Manchmal konstruktiver, manchmal destruktiver also ganz klar.

00:10:11: Aber

00:10:13: was hilft dir in diesen Momenten?

00:10:15: Was ist dein Team?

00:10:16: Mir hilft... Der Stress entsteht dann wirklich durch dieses zwei drei Sachen gleichzeitig.

00:10:25: Da ist ein Bedürfnis bei meiner Tochter Bedürfnis ist es aber auch Armut gleichzeitig fertig zu machen.

00:10:30: Das reicht schon bei mir um Stress auszulösen, ja?

00:10:32: Also Armut sollte es bis zu Achtzehn Reise geben weil die Routine so ist dann mit den zu Bett gehen und gleichzeitig will sie auf dem Arm und die Töpfe stehen auf einem

00:10:40: Herd.

00:10:44: Wie gehe ich denn damit um?

00:10:45: also wenn... Ich versuche mich dann zum Beispiel wenn gerade jemand noch da ist zB meine Frau versuche ich mir dann Hilfe zu holen.

00:10:52: Also wieso?

00:10:52: ich krieg's grad nicht, ich kriege gerade diese beiden Sachen nicht hin.

00:10:55: Ich brauche jetzt wirklich mal Unterstützung.

00:10:56: Kannst du vielleicht freier nehmen oder das Essen fertig kochen?

00:10:59: Also aktiv nach Hilfe fragen zum Beispiel.

00:11:02: Wenn das grad nicht möglich ist weil sie grad nicht da ist dann ja.

00:11:06: also Dann wie so ein... Wie so einen Katt ziehen.

00:11:13: kurz einmal es ist schon raus zu umdannen Wenn ich in der Situation bin und ich da drinnen bleibe, dann denke ich, ich muss beide Bedürfnisse erfüllen.

00:11:21: Die Töpfe wollen alle gekocht werden und das Essen soll toll werden und gleichzeitig freier?

00:11:26: Dass ich einen kurzen Cut mache!

00:11:28: Ich kann es gar nicht beschreiben.

00:11:30: Das ist nichts Äußerliches.

00:11:31: Es ist etwas Innerliches.

00:11:33: Wahrscheinlich sind's auch die jahrelange Meditationen, die mir helfen, dass ich diesen Cut innerlich machen kann.

00:11:38: Und wieso?

00:11:38: Moment mal... Erstmal akzeptieren.

00:11:42: Ich bin gerade richtig gestresst.

00:11:44: Und dann nicht nur gestreszt, sondern ich bin auch überfordert.

00:11:48: Also ich muss nicht den Stress bewältigen, sondern vielleicht dann in dem Moment zu sagen, ich bin halt überfordert.

00:11:54: Das ist mir too much jetzt da und im Moment entspannt sich meistens schon was und dann kann man halt, gehe ich halt konstruktiv weiter?

00:12:00: Und du sagst okay Was ist das Schlimmste, was passieren kann?

00:12:04: Okay es gibt Armut.

00:12:05: später wenn ich die Töpfe jetzt ausmache Dann ist das Bedürfnis von Freyja Ich hab' nehmen sie auf'm Arm.

00:12:12: Sie hat ihre Bindungssicherheit Hört oft zu schreien Und die Töpfe müssen halt dann einfach vielleicht warten.

00:12:18: Ja, jetzt baue ich schon auf der Handlungsebene ne?

00:12:19: Ich glaube du wolltest so ein bisschen genaues auf dieses Tool.

00:12:21: ja.

00:12:23: Fläche hast Du da was an dem Beispiel?

00:12:25: Vielleicht hast Du hier ein konkretes Tool?

00:12:26: Keine Ahnung, drehst Dich dran am Kreis oder gibst Dir eine Schelle oder was?

00:12:31: Ich fasse mit der Hand auf die Herdplatte und dann habe ich einen anderen Schmerz.

00:12:36: Nein!

00:12:38: Ich finde das total sympathisch wie Du das schilderst und kann damit total viel anfangen.

00:12:44: Beim Zuhören dachte ich ja vielleicht wollte ich darauf hinaus, dass das für mich auch nicht einfach nur ein Tool ist auf einer oberflächlichen Ebene sondern a richtig viel innere Arbeit und Entwicklung schon vorausgesetzt hat.

00:12:57: Weil diese Fähigkeit dieser Kompetenz dieses Bewusstsein zu haben in diesem Moment sich zu regulieren den Pauseknopf zu drücken einen Schritt rauszugehen Tempo rauszunehmen mit sich selbst in den Kontakt wiederzukommen und nicht weiter im Autopiloten zu agieren.

00:13:15: Und am Effekt vielleicht noch das Kind anzuschreien, dem Topf irgendwie in die Spüle zu schmallen.

00:13:20: All wirklich aus purer Überforderung heraus!

00:13:23: Ist ja schon... Natürlich ist es dann auf einer Verhaltensebene.

00:13:26: das Ergebnis aber setzt der in Bewertungs- und Wahrnehmungsmustern und Prozessen, die vorher gelaufen sind, schon ganz viel voraus was wiederum meine These füttert dass ich kognitiven und emotionalen Ebene mich mit mir selbst beschäftigen darf, Interozeption, Interrospektion um dann im Verhalten ein anderes Ergebnis zu haben.

00:13:52: Was ich aber erlebe und das mein mehr mal weniger ist dass in Trainings wenn die Menschen eigentlich auch gar keine Lust haben sich wirklich tief mit sich auseinanderzusetzen Das Gefühl haben und vielleicht ist es auch Thema unserer Zeit Ich gehe für, keine Ahnung, neunzig Minuten in einen Kurs rein.

00:14:09: Ich kriege ein zwei drei Tools und bin dann quasi gewappnet und gehe raus... ...und versuche dann mit dem Hammer und der Säge die ich bekomme alle Probleme meinem Alltag zu bewältigen.

00:14:21: Und guck aber gar nicht ob ich vielleicht mal den Tag nicht auf die Baustelle gehen sollte oder vielleicht mal drei Minuten zwischendurch Pause machen sollte sondern ich versuche jetzt alles mit diesen Werkzeugen zu bewälten.

00:14:33: Oder Ein anderes Bild, was ich dort gerne benutze ist.

00:14:37: Angenommen bei dir brennt jetzt die Hütte.

00:14:40: Also bildlich gesprochen ja?

00:14:42: Dann ist doch auch nicht dein erster Impuls zu sagen Ich möchte gern ein Tool damit ich Feuerresistenter werde.

00:14:48: Sondern ich möchte entweder angucken wie lösche ich die Nummer Wie kann ich das verlassen Das Haus wie kann ich am Brand irgendwas ändern?

00:14:54: also auf einer ganz anderen Ebene.

00:14:56: Natürlich ist es super zur Regulation eins zwei drei tool so für sofortmaßnahmen zu haben bin ich komplett bei dir.

00:15:03: Ich warte mir dann, ich schüttel mich.

00:15:06: Aber um langfristig aus dieser Stressspirale rauszukommen braucht es glaube ich mehr als ein oberflächliches Tool.

00:15:16: Weil sonst bin ich immer wieder in diesen gleichen Mustern drin.

00:15:19: und warum entsteht denn das?

00:15:20: Na vielleicht weil ich auch an mich selbst den Anspruch gesetzt habe, ich muss dass jetzt hier gerade alles alleine schaffen!

00:15:26: Ich muss das bis

00:15:31: Ja, in dem Beispiel das du was du gerade gesagt hast mit dem des haus brennt und dann Überlege ich mir wie ich jetzt feuerresistent werden kann.

00:15:40: Das ist so dieses Dieses Ich bin der Held Und keine äußere Bedingungen schafft es mich zu brechen so ein bisschen.

00:15:51: also egal Wie krasses außen ist?

00:15:54: Ich muss nur resistenter werden Dann geht's schon und das ist meiner Meinung nach halt auch noch einfach einen teil von rennstehnierung.

00:16:00: Also, das ist halt wahrscheinlich eine Erfahrung gewesen.

00:16:06: Wahrscheinlich und ich glaube da geht der Weg überhaupt nicht lang.

00:16:10: Also resistent oder resilienter zu werden, resistenter stärker noch... Ja Stressresilienz ist ja auch so ein modernes Wort.

00:16:20: also vielleicht gibt es ja dieses Bild von ja Ich als habe jetzt hier mit meiner Power hier Ja, die ist jetzt so bei sechzig Prozent und wenn ich sie jetzt auf neunzig Hochskaliere ja vielleicht mit den Tools.

00:16:34: So dann muss sich das Außen gar nicht verändern weil ich presche da einfach durch.

00:16:38: Das macht mir dann gar nix.

00:16:40: Ich glaube halt...ich glaub..da geht der Weg überhaupt nicht lang also wirklich überhaupt nicht für keinen Weil.

00:16:47: es ist ja wirklich noch diese Nummer ich.

00:16:50: Also der Gedanke des Glaubensmuster, ich muss das sozusagen alleine schaffen Und wir sind einfach soziale Wesen und helfen einander Wir lassen uns eigentlich auch gerne helfen, ja?

00:17:01: Ich glaube das ist unsere Natur.

00:17:05: Dann lass uns doch mal gern schauen wo der Weg lang gehen könnte um vielleicht auch schonmal für das nächste Coaching und das nächste Training so ein bisschen vorbeizuleisten.

00:17:15: Jetzt hast du in diesen Stresssituationen gerade deinen Verhalten oder deine Vinenz Mattoules beschrieben Und ich wette Teil des Weges bin ich mit dir zusammen gegangen aber gehe nicht permanent an deiner Seite.

00:17:31: Das hat eine Menge Vorarbeit gekostet, klingt so negativ.

00:17:36: Du hast sehr viel da rein investiert Dass das überhaupt zu diesem abstraktionsvermögen führt dass das dieser Betrachtung neuen betrachtungsweise neuen Perspektiveinnahme führen kann.

00:17:49: Ganz kindlich gefragt wie hast du das gemacht Lukas?

00:17:55: Also mir kommt sofort ein Wort was am Anfang eines Weges wenn man etwas verändern möchte Total wichtig ist, und das ist also Selbstbeziehung.

00:18:09: Also die Beziehungen zu mir selbst oder für einen anderen Menschen in der Beziehung zu ihm selbst, zu ihr selbst?

00:18:18: Also wie ich konnte um es mal ganz konkret so sagen... Die Situation mit freier oder irgendjemandem will was von mir.

00:18:26: gleichzeitig soll dies erledigt werden?

00:18:29: vor einigen Jahren, na gut jetzt mittlerweile schon sechs bis sieben jahren ohne selbst oder mit wenig Selbstbeziehung wäre das Beispiel so ausgegangen, dass ich total überfordert gewesen wäre und einfach nur ja vor Wut irgendwas wahrscheinlich kaputt gemacht hätte.

00:18:47: Und jetzt ist es entscheidender weil ich nicht erkannt habe, dass Ich Es Bin der Überfordert Ist.

00:18:57: Der Gedanke da war genau wie dieses Heldentum.

00:19:01: Warum der Gedankel da war.

00:19:02: als erstes warum schaffe ich das nicht alles?

00:19:06: Warum schaffe ich das nicht alles?

00:19:07: Warum geht es selbst in sich gleichzeitig und weiterführend, mann.

00:19:11: Ich muss doch einfach nur mehr Kompetenz erlernen.

00:19:14: oder warum bin ich jetzt so ein Idiot dass ich das jetzt nicht hingekriegt habe?

00:19:18: und Das ist alles halt schlechte Selbstbeziehung also wirklich eine destruktive Selbstbeziehung Und dann ist fast dann gar nichts möglich.

00:19:25: Dann kann man noch so viel Bewusstheit Training machen achtsamkeit Training Also fürs außen Oder was weiß ich irgendwelche transcendenten Meditation Das bringt alles nix meiner Meinung nach, wenn die Selbstbeziehung nicht da ist.

00:19:39: Also ich zu mir sozusagen und meinen Empfinden.

00:19:44: Und da jetzt mal ein ganz konkretes Tool was man tun kann es mit dem Körper zu arbeiten und einfach Mal zum Beispiel eine Hand auf den Brustkorb legen und eine hand auf den Oberbauch und dann versuchen einfach mal mit der Aufmerksamkeit Zu spüren dass in dem Moment wo diese Hände dort liegen Ich berührt werde.

00:20:08: Und gleichzeitig berühre ich, also die Antennen mal dafür auszustecken dass ich berührt werden und berührer Das ist was total krasses wenn man da sich ein bisschen öffnet für und das nur eins zwei Minuten zu machen am Morgen und am Abend.

00:20:27: Das war der Einstieg bei mir mit den Händen über den Körper zu merken es ist jemand da Es ist jemand da, der mich hält.

00:20:37: Das ist das wo wir als Säuglinge alle herkommen und das was das Nährungssystem als erstes nähert wenn wir auf der Welt sind.

00:20:43: Körperkontakt Und das können wir uns selbst auch geben Also Selbstbeziehung Und erstmal nicht abstrakt über Gedanken machen würde ich sagen sondern über den Körper Selbst.

00:20:55: einfach sich mal berühren Nicht nur einmal oder zweimal Sondern vielleicht mal so eine Zeit lang einfach Mal eins zwei Minuten am Tag und auch mal da bleiben Da kann schon alles auftreten.

00:21:05: Da können Ekel auftretend, da können richtig Spannungen auftraten.

00:21:12: Da kann auch auftritten so eine Berührtheit und krass.

00:21:15: das habe ich ja so noch nie gemacht!

00:21:18: Und dann einfach mal vielleicht auch wenn man da sowas merkt hilft es sich darüber auszutauschen.

00:21:23: Also bei mir war es am Anfang wirklich hart also Ich konnte mich fast selbst nicht berühren für eine längere Zeit.

00:21:30: Das war wie so das Spannung aufgetreten.

00:21:35: Wieso was?

00:21:35: das darf ich doch nicht?

00:21:37: Ja und ich wollte so weg davon, von dieser Berührung.

00:21:41: Das war der Anfang und dann wurde es irgendwann weniger Und jetzt ist es richtig schön.

00:21:46: Ich möchte jede und jeden die der Zuhörd ermutigen wirklich den Körper mitzunehmen und dort anzufangen und das sind manchmal nur die scheinbar kleinen Momente für ja diesen großen Bereich Stressbewusstheit sich überhaupt der eigenen Sachen bewusst zu werden dass ich merke dass ich beispielsweise auch, wenn ich gerade nur abwasche oder im Auto sitze oder an der Supermarktkasse stehe vielleicht anfange mit den Zehen zu knuschen.

00:22:16: Oder Spannung um Oberschenkel zu haben und das ist ein Tool was erstmal vielleicht total langweilig klingt.

00:22:25: aber diesen... Ich nenn's mal jetzt als Arbeitsbegriff so permanenten Bodyscannen immer wieder in diesen Übungsprozess einzubeziehen zu gucken, wo bin ich gerade körperlich fest und sende meinem Körper auch da schon die Signale.

00:22:38: Ich bin vielleicht gerade im Stress?

00:22:39: Ich bin in Gefahr!

00:22:40: Ich muss irgendwie diesen Kampf oder Verteidigungsmodus gehen kann schon einen riesengroßen Unterschied machen.

00:22:46: im Stress erleben weil ich ja meinen Organismus auch nicht körperliche Mitteile hormonell auf einem vegetativen Sinne dass sich gerade die ganze Zeit unter Strom stehe.

00:22:56: und allein wenn wir hier sitzen oder wenn ihr gerade zuhört guckt mal, wie ihr da sitzt.

00:23:02: Wie ihr steht und wie ihr liegt, wo auch immer ihr das gerade hört.

00:23:06: Und richtet mal die Bewusstheit von Scheitel bis zum C einmal durch geht so wie ein Aufzug oder eine French Press einmal von oben nach unten durch.

00:23:16: Guckt mal wo vielleicht gerade noch eine Spannung sitzt ob die Schultern gehoben sind?

00:23:21: Vielleicht hat sich die Zunge auch oben in den Gaumen festgedrückt weil es einfach auch ein guter Bewältigungsmechanismus ist.

00:23:27: und das krieg ich gar nicht mit und merke Boah der ist die ganze Zeit Druck dran!

00:23:31: Oder ich bin die ganze Zeit angespannt in den Oberschenkeln oder drücke die Finger so gegeneinander einfach, weil ich so ein Relief brauche.

00:23:38: So einen Bewältigungsmechanismus.

00:23:40: und da ist Körper für mich die Ausgangsbasis.

00:23:44: oder wie unser Lieblingspsychologe mal gesagt hat es gibt keine mentale Änderung ohne eine physische oder eine körperliche.

00:23:53: Und dann klingt das erstmal jetzt muss ich so mit einer Körperarbeit anfangen?

00:23:56: sehr total ja Aber der ist ein Spiegelbild dessen und wir sind ja die ganze Zeit mit unserer Umwelt auch verbunden.

00:24:04: Und wenn ich nicht mal mitbekomme, dass sich in scheinbaren Ruhmomenten auch Feuer reingebe und tschaka tschakka tchaka und die ganze Maschine am Arbeiten ist.

00:24:17: Ja also... Ich habe die Übung gleich mal mitgemacht und bei meiner French Press ist es so das der Ausgang quasi so ein bisschen unter Spannung ist.

00:24:26: Also meine Hand meinte ich damit Die macht nämlich so ein bisschen das hier.

00:24:38: Genau, das geht sowas rein wie so.

00:24:41: jetzt packen wir an aber es gibt ja gerade gar nichts an zu packen.

00:24:44: also es ist ganz typisch auch nötig die Hände so sind.

00:24:48: und dazu möchte ich auch noch sagen Ich möchte auch dazu ermutigen sowie du Und ich möchte auch dass wenn man das wahrnimmt dass das dann wieder auch die Beziehung, die Selbstbeziehung genommen ist.

00:25:05: Schön, dass wir das gerade verknüpfen.

00:25:07: ja also wir nehmen den Körper war als French Press oder als Autoscannen immer von oben durch und dann nehme ich quasi eine Spannung wahr oder einen Knirschen mit dem Kiefer Zunge was auch immer.

00:25:21: Und dann kommt der Moment wo die Selbst-Beziehungen reinkommt.

00:25:24: wie fange ich dann an darüber zu denken und zu fühlen?

00:25:28: Weil dann kann ich natürlich damit auch so umgehen und sagen, siehst du Lukas schon wieder die Faust gemacht?

00:25:33: Was bist denn du für eine Pfeife?

00:25:34: Löst doch einfach mal.

00:25:36: Lass doch mal los!

00:25:38: So ein ganz typischer Satz den ich auch von Leuten viel höre, die dann auch zu mir kommen können und sagen Ja, ich weiß ja, dass ich einen Spannungsproblem habe Ich muss einfach mehr loslassen.

00:25:47: Schwierig also nicht wirklich schwierig weil ich muss mal einfach mehr Los lassen ist auch Einfach nicht die Wahrheit.

00:25:55: Also da kann man natürlich noch soviel loslassen wie man will.

00:25:58: Wenn man nicht weiß, was man loslässt ist es ganz schwierig loszulassen.

00:26:01: Also das ist wie ich will schneller einschlafen Ich muss mehr tun.

00:26:05: Ja nee du schläfst so nicht schneller ein.

00:26:07: also ich merke die spannung und selbstbeziehungen wäre erst mal sich ja Sich milde begegnen versuchen sich milde zu begehen und zu erkennen.

00:26:20: ich habe jetzt da diese spannung ich hab's erkannt Das ist schon positiv dass ist schon gut.

00:26:27: Und wenn die fünfzigmal noch kommt oder fünftig tausend mal und ich erkenne sie immer wieder, dann ist das positiv.

00:26:33: Ja versus Ich müsste doch eigentlich jetzt die Spannung locker lassen.

00:26:36: Es besteht ja gar keine Gefahr.

00:26:37: Jaja nie!

00:26:39: Das ist wieder die schlechte Sößbeziehung.

00:26:40: Dann hat man wieder... dann hat man halt ein Tool wo man sich erkennt Wo die Spanne um ist aber es verändert gar nichts weil die Selbstbeziehungen so bleibt.

00:26:47: Das heißt dass finde ich ganz wichtig da milde mit sich zu sein und zu merken wer sich zu freuen dass man überhaupt erst einmal auch wenn natürlich erstmal schwerfällt Aber einfach wie so.

00:26:57: Ich freue mich, dass ich das jetzt wahrgenommen habe.

00:27:00: Vorher war es ja auch da, nur ich hab's nicht wahrgenommen und das ist ein guter Einstieg.

00:27:08: Finde ich eine richtig sinnvolle und wichtige Ergänzung, dass dann eben nicht diese Selbstgeistelung einsetzt oder jetzt habe ich das schon wieder gemacht oder jetzt ist mir es schon wieder runter gefallen, jetzt bin ich schon wieder zu spät sondern genau dort in diesem Übungsprozess gut zu sich selbst zu sein so abgedroschen wie das auch klingen mag.

00:27:30: Ja, und nichts Verwechseln mit diesem toxischen Positivität.

00:27:34: Also nicht sich einreden auch so wie toll die Spannung wieder gemerkt oder irgendwie sowas sondern einfach nur... also deswegen mein ich finde das Wort milde ist da so... Ich find' ich sehr treffend weil es wie so.. ich sehe die Sachen auch mit mildem Blick ja?

00:27:51: Nicht mit... nicht mit bösen Blick zu mir aber auch nicht mit.

00:27:56: alles ist toll!

00:27:56: Ja, ich glaube das ist einfach nur mit... ich hab das wahrgenommen.

00:27:59: Es is okay

00:28:01: Ja, so dass wenn wir jetzt diese körperliche Ebene haben also Stress erleben auf mentaler emotionaler körperlicher Ebene Über allem und vielleicht können wir dazu den den Bogen zurückspannen Für mich das große Thema Bewusstheit bewusst sein steht Dass ich mir erstmal die zeit nehme um überhaupt dem blick dafür zu entwickeln Und nicht einfach wie von mit dem hammer alles jetzt in einem nagel zu machen und dann zu gucken dass Ich die ganze Zeit wieder am hemmern bin sondern eher einen Schritt raustreten und in diese Selbstbeziehung gehe.

00:28:38: ich finde das ein sehr, sehr schönes Wort oder die vielleicht auch erst mal aufbaue.

00:28:42: Weil ganz viele Menschen wissen manchmal gar nicht wie es ihnen geht oder wissen gar nicht in was für eine Situation sie sind oder fahren jahrelang mit hundertachtzig kmh durch den Alltag.

00:28:53: dann ist das quasi ihr normal so.

00:28:55: dann ist dass das nervensystem normal was sie gewohnt sind, wo sie sich wohl fühlen.

00:29:00: Dann suchen Sie sich am Wochenende auch noch Aktivitäten und nach Feierabend so dass das die ganze Zeit auf einem hohen Erregungsniveau bleibt Und denken dann es müsste irgendwie so sein.

00:29:09: und dann Ja hilft da nicht einfach nur ein Zeitmanagement-Tool um weniger Stress zu haben sondern eine gute Selbstbeziehung und einen okay.

00:29:18: vielleicht ist es einfach gerade wirklich zu viel und vielleicht darf ich an der Situation etwas ändern?

00:29:24: An meiner Bewertungen der Situation in Kommunikation treten.

00:29:30: Oder es braucht irgendwelche Ressourcen von außen, das kann ja auch sein.

00:29:33: und dass ich dann wiederum um Hilfe frage so wie du es vorhin erwähnt hast.

00:29:37: Ich

00:29:37: habe noch eine Frage.

00:29:40: bei den Leuten die jahrelang mit Hundert Achtzig kam Haar durchs Leben fahren wo Stress vielleicht auch schon zum Alltag und zum Leben dazugehört Da höre ich ganz häufig den Satz und ich weiß nicht ob du ihn auch häufig hörst oder das wäre jetzt meine Frage.

00:29:54: Den Satz höre Stress habe ich.

00:29:58: Ja, Stress brauche ich auch.

00:30:00: Das gehört so für mich dazu und ein bisschen Stress braue ich schon.

00:30:04: Kennst du das?

00:30:06: So oder so ähnlich?

00:30:08: ne?

00:30:09: Wie gehst denn du damit um?

00:30:12: Ich würde jetzt gern mal gerne einen Tool wissen als aus Coachingsicht.

00:30:19: Für mich klingt es so, wenn jemand so stark damit identifiziert ist.

00:30:23: wie fange ich jetzt damit an?

00:30:24: also wo fang ich da an?

00:30:29: würde sagen, es kommt ganz stark darauf an in was für einem Kontext die Frage gestellt wird.

00:30:33: In was von einer Rolle ist die Person da und wer ist noch dabei?

00:30:37: Und wie tief?

00:30:38: Also fragt die Person das in einem eins zu eins oder ein Gruppe?

00:30:42: Eins

00:30:43: zu eins.

00:30:44: Also sie fragt das ja nicht!

00:30:46: Ich frage ihr... Wie geht's dir?

00:30:49: Oder wie ist dein Stress erleben?

00:30:50: Und dann kommen die Antwort Ja, Stress erlebe ich ja.

00:30:53: Aber brauche ich auch, gehöre dazu ohne Stress Komme ich eigentlich aus dem Bett oder so?

00:30:58: Irgendwie sowas in die Richtung.

00:31:00: Dann würde ich erst mal fragen, was gibt dir der Stress?

00:31:02: Welche Funktion erfüllt er für dich?

00:31:06: Was wird dadurch für dich möglich durch diesen Stress?

00:31:10: und was wärst du ohne den Stress?

00:31:11: Was glaubst du würde passieren wenn der Blitz nicht mehr da wäre?

00:31:16: Ja dann würde ich wahrscheinlich sagen, Stress brauche ich, naja wie gesagt um morgens aufs Bett zu kommen, so ein bisschen Stress überliebt mir dann auch so einen Push Ja, so einfach Aufgaben abarbeiten, erledigen.

00:31:29: Das ist gut weil dann bleibe ich schön wach und kriege meinen Alltag so rum.

00:31:33: das ist ganz gut.

00:31:34: Wenn ich dann da so zwei drei Stunden Pause hätte, ja dann würde ich total müde werden und alles und dann funktioniert es einfach nicht mehr.

00:31:42: Und dann würde die sagen wenn du das so beschreibst und der Klientas so antwortet Dann habe ich keinen Auftrag dort ihm oder ihr Mittel an die Hand zu geben Weil das klingt für mich nicht nach einer Situation für die Person leidensvoll ist.

00:31:58: Dann ist das ja primär jetzt dein Problem, also dann guckst du ja als Therapeut von außen drauf und sagst naja aber das ist ja problematisch und der Stress ist gar nicht für sie gesund usw.

00:32:06: sofort wenn die Person das so schildert Und die is gar nicht wegen dieser Stress noch mal zu mir gekommen Dann ist es auch nicht mein Auftrag Da reinzugehen, dann würde ich vielleicht sagen Herr Müller wollen Sie von mir dazu was hören?

00:32:22: einfach Von Außen aus einer professionellen Sicht Ich möchte Ihnen das gerne mitgeben, halte ich für meine Pflicht als Lukas Appel.

00:32:30: Wenn er sagt ja und dann...

00:32:32: Okay!

00:32:33: Dann ist der Auftrag sozusagen im Stress nicht da.

00:32:35: aber der Mensch kommt jetzt weil er totale Probleme hat in Beziehung zu treten auf seiner Arbeit.

00:32:43: also er kann quasi ihr muss die Sachen immer alleine machen Und das führt dazu, dass er jetzt kurz vor deiner Königung steht als Beispiel.

00:32:52: Weil ja quasi nicht kompetenzfähig ist im Team zu arbeiten was aber wichtig ist für seinen Beruf da und der Stress ist quasi wie eine Seitenfrage so.

00:33:02: Wie würdest du denn damit umgehen?

00:33:04: Da kommt er wegen diesem Thema zu mir.

00:33:05: Ist das der Auftrag?

00:33:06: Ist das sein Anliegen?

00:33:07: Ja, der würde gerne den Job behalten.

00:33:13: Der fühlt den Job brauche aber diese Beziehungsfähigkeit im Team zu kooperieren, weil er nicht immer alles alleine machen kann.

00:33:20: Weil das damit fährt das ganze Team an die Wand.

00:33:22: Das ist sein Problem!

00:33:23: Er will den Job behalten, möchte da ja auch was für tun und das Stress erleben wird so beschrieben wie er es beschreibt.

00:33:32: Die Person darf selbst... Also ich habe die Ansicht dass du im Endeffekt im Kern weißt was gut für dich ist.

00:33:40: Dass jeder Mensch weiß was ihm oder ihr eigentlich helfen würde.

00:33:45: Wenn die Person das so oder ähnlich schildern würde, wie du es gerade getan hast.

00:33:49: Dann würde ich nicht sagen ganz klar wir müssen nur was in ihrem Stress erleben und dann ist der Rest im Kinderspiel, dann löst sich alles.

00:33:57: Sondern würde ich halt gucken... In was für Kontexten zeigt sich das?

00:34:03: Wie reagiert die Person dann?

00:34:04: Was glaubt sie hindert Sie daran?

00:34:05: Und da gibt's verschiedene Ohne jetzt.

00:34:07: wirklich wurde sehr tief reingehen.

00:34:08: Ich müsste dich jetzt noch löchern und wirklich genau den Auftakt verstehen von der Seite ran zu gehen.

00:34:14: Aber ich würde nicht sagen, na Mensch Hemmler das ist ja offensichtlich wir müssen einfach nur ihren Stressmuster arbeiten und dann geht er in Wohlgefallen auf es sei denn er sagt Sagen Sie mir bitte Lukas was soll ich tun?

00:34:28: Man kann so sagen meine Erfahrung ist und da können wir gerne hingucken ob vielleicht das eine mit dem anderen zusammenhängt Kann eine Hypothese sein So, und vielleicht kommt gleich ein Widerschnitt.

00:34:38: Ja aber es muss doch sein weil so wie du beschrieben hast man braucht ja so'n bisschen will ich sagen klar braucht man bisschen.

00:34:45: Und vielleicht ist das wie mit einem Auto Das darf auch alle paar Jahre mal zur Durchsicht zum TÜV oder eine Uhr wird auch mal Revision gegeben da kommt frisches Öl rein.

00:34:54: Vielleicht hat das ganz lange funktioniert und irgendwie funktioniert's gerade nicht mehr.

00:34:58: Lass uns mal ganz kurz gucken wie es vielleicht noch möglich wäre sehr, sehr hypothetisch.

00:35:05: Aber auf gar keinen Fall sagen was jetzt Phase ist sondern über Fragen die Person selbst dazu führen.

00:35:10: und nicht weil ich glaube das wäre der Weg sondern Ich begleite dass einfach nur es sei denn die Personen möchte direkt etwas hören Beantworten das deine Frage?

00:35:20: Auf jeden fall

00:35:21: Okay Ja.

00:35:24: Ich finde sogar ja anstrengend wenn Du hier zu mir kommen würdest und sagen würdest Boah Maus ich bin ganz so gestresst mach das mal weg.

00:35:34: Das ist ganz schön.

00:35:36: viel Druck und Verantwortung auf meiner Seite.

00:35:39: Ja, ja spannend!

00:35:42: Da würde ich dann zum Beispiel fragen wozu?

00:35:45: Wozu soll ich dir das weg machen dein Stress erleben?

00:35:48: Also es ist super wichtig dass wir ganz schnell ins eigene Handeln kommen, dass wir Selbstwirksamkeit erfahren, dass wird dieser Problem Trance rauskommen und dazu kann ein Begleiter gut sein.

00:36:02: Ich glaube aber, dass ganz viele Menschen das eigentlich wissen und sich dann vielleicht nur manchmal nicht trauen in Schritt zu gehen.

00:36:06: Vielleicht einen Vertrag zu kündigen eine Beziehung nochmal zu ändern ein Gespräch zu führen eigene Bewertungen eigenen Selbstkontakt selbstbeziehung Ein Bewusstsein für sich selbst um das eigene Handeln zu entwickeln.

00:36:21: Dass das der Weg ist Und das ist natürlich Der längere und kompliziertere Weg als einfach nur.

00:36:27: ich lerne jetzt hier jonglieren und dann kann ich durch den alter küpfen haben wieder stress.

00:36:32: Aber das is Ich mag das Wort nicht, aber es ist Teil von Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstwerdung.

00:36:39: Einher gehen auch mit Neugierde, wer bin ich?

00:36:43: Wer bin ich noch vielleicht?

00:36:46: Sehr schön!

00:36:47: Ja, ich finde auch so ein gutes Gespräch mit einem Menschen kann ja ein Coach Freund oder sonst wäre sein Kann manchmal so viele Türen öffnen für Sachen die einfach blinde Flecken bei ihm sind Und diese blinde Flecken lösen natürlich auch Stress aus Weil man ja gewisse Sachen bedient, die man vielleicht mit einer anderen Bewusstheit gar nicht bedienen würde.

00:37:08: Das heißt es ist immer was sehr Wertvolles und...

00:37:14: Ja absolut!

00:37:16: Also muss ja nicht immer gleich ein Coach, Therapeut oder Arzt sein manchmal bitte ja unbedingt sondern erst mal überhaupt darüber zu reden weil dieser Gedanke ich musste das mit mir alleine ausmachen Ich würde fast sagen, ich möchte vor dem Warnen.

00:37:34: Suche euch Unterstützung!

00:37:38: Und gleichzeitig... Den Gedanken noch, dass wir aus dieser Phase des ... Ich rede nicht über Dinge und fresse das in mich rein und gehe stattdessen in Waldholz hacken oder setze mich auf meine Halley oder wie früher lasse das an der Familie sogar körperlich aus.

00:37:56: Ja genau, das ist alles super aber redet darüber.

00:38:02: Ja, ja und trotzdem möchte ich oder was ist trotzdem?

00:38:06: Ich möchte auch noch erwähnen dass man auf sich achten darf.

00:38:13: also ein gutes Gespräch mit einem Freund einer Freundin einen bekannten oder Familienmitglieder egal können manchmal hilfreich sein können aber auch manchmal dafür sorgen das man eben genau in dem gleichen Punkt an den gleichen punkt auch bleibt.

00:38:30: Ja, weil und das ist meistens so also eigentlich merkt man es körperlich sehr gut wenn man da ehrlich zu sich ist.

00:38:36: So ein Gespräch wo der andere ja vielleicht auch gar kein Interesse hat dass der andere sich wirklich entwickelt dann ist es meistensso dass da halt zwei Menschen sind die eigentlich nur abstrakt über was reden das nicht wirklich zu etwas kommt und man danach sich eher energetisch also schlapp fühlt also einfach müde.

00:38:56: Das liegt ja nicht daran, weil das so anstrengend war oder so.

00:39:00: Sondern einfach die Themen sich andauern um es gleich drehen und nie wirklich einen Schritt weitergehen.

00:39:06: Und wirklich, der Marker dafür ist ich fühle mich direkt müde danach.

00:39:09: Man kann natürlich wieder gegenarbeiten mit zwei Kaffee oder mit anderen Sachen aber man kann auch vielleicht mal körperlich darauf hören hey vielleicht war das einfach gerade für mich anstrenden?

00:39:18: Vielleicht ist das sogar auch schon seit mehreren Jahren irgendwie anstrent und dann lohnt es sich vielleicht doch nochmal ein anderes Gesprächspartner einzulernen Vielleicht einfach mal jemand, ja vielleicht dann doch ein Coach-Therapeut und ich kenne das auch von mir.

00:39:34: Manchmal sind eins zwei Gespräche so Türöffner schon total wegweisend und können richtig viel neue Türen aufmachen die man dann selbst durchschreiten kann.

00:39:46: Ja Das also gutes Gespräch ist einfach soviel wert neue Perspektiven.

00:39:53: Und ich möchte gerne noch uns allen ein Äffchen von der Schulter nehmen, was uns dann immer sagt oh wir müssten jetzt eine Lösung präsentieren.

00:40:01: Wenn uns jemand etwas erzählt wie es ihm oder ihr geht müssen wir nicht sofort in den Lösungsmodus springen.

00:40:06: das ist etwas was ich in den Jahren auch erst lernen durfte.

00:40:09: aber vielleicht geht's gerade primär darum dass du Lucci dir mal dein Herz ausschüttest bei mir und willst das einfach nochmal ablegen?

00:40:19: Und weder willst du sofort eine Lösung hören Noch muss ich mich unter Druck gesetzt fühlen, dir irgendwie jetzt den Weg daraus zu zeigen.

00:40:28: Sondern dann wird es einfach leichter durchs

00:40:30: Teilen.".

00:40:31: Ja das kann nicht unterschreiben was du Gott gesagt hast?

00:40:34: Für mich war das gerade ein gutes Gespräch.

00:40:37: Für mich auch!

00:40:37: Es war sehr schön dir zuzuhören und keine Ahnung wo wir ankommen wollten aber es fühlt sich gerade angekommen an.

00:40:47: Ich fand's auch sehr schön mir sprechen zu hören.

00:40:53: Ich find's ein sehr schönes Gespräch.