#13 Wer könnte das jetzt scheiße finden?

Shownotes

Warum macht uns ein Foto, eine Sprachnachricht oder ein Video von uns manchmal so unangenehm nervös? In Folge 13 sprechen wir über Sichtbarkeit, Scham und Fehlbarkeit. Lucas erzählt, wie schwer es ihm lange gefallen ist, sich vor der Kamera zu zeigen und warum Freiheit für ihn heute nicht automatisch bedeutet, dass ihm Bewertungen egal sind. Es geht um alte Erfahrungen mit Fehlern, die Angst vor dem Urteil anderer und darum, wie kleine Schritte, ehrlicher Support und korrigierende Erfahrungen dabei helfen können, sich trotzdem zu zeigen.


Lucas Appel ist staatlich anerkannter Physiotherapeut und Heilpraktiker für Physiotherapie. In seiner Privatpraxis für Physiotherapie in Potsdam verbindet er Manuelle Therapie (INOMT), osteopathische Techniken, CMD und Nervensystem-Coaching – mit ca. 50 Minuten Zeit pro Termin, auch ohne Rezept.

Privat lebt er mit seiner Frau, seiner Tochter und zwei Katzen in Werder an der Havel. Seine Mission: das Leben erforschen und verkörpern.

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Marius arbeitet als Trainer, Berater und systemischer Coach mit Menschen und Organisationen in ganz Deutschland. Seine Mission: Bewusstheit für innere Prozesse schaffen und daraus klare, menschliche und wirksame Zusammenarbeit entstehen lassen. Homepage Marius

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00:00:04:

00:00:15: Warum haben wir Angst vor Sichtbarkeit?

00:00:17: Sind Fehler zu machen, lebensbedrohlich.

00:00:19: Welche Rolle spielt Charme dabei?

00:00:21: Über Sichtbarkeitscharme und Fehlbarkeit möchten wir heute sprechen und uns austauschen!

00:00:26: Und damit herzlich willkommen!

00:00:28: Moin Luki, danke für die Vorbereitung.

00:00:30: Willkommen zu diesem Thema.

00:00:31: Ich bin gerade dabei so frei wie noch nie meine Social Media Kanäle zu füttern Und dabei kommt, ja in der Vergangenheit ist dabei immer dieses Thema von Charme.

00:00:41: und kann ich hier wirklich frei sprechen?

00:00:44: Kam dieses Thema immer wieder hoch die letzten anderthalb Jahre.

00:00:47: Ich habe mich immer mal wieder bestimmt drei vier fünf Anläufe gebraucht um mich vor die Kamera zu stellen und dort einfach das zu sagen was mir wichtig ist womit ich Leuten helfen kann.

00:00:58: Das war immer so ich mache es sondern kam irgendwie eine Stimme Die gesagt hat, du hast doch alles scheiße.

00:01:04: Was machst denn du da?

00:01:07: Und gerade habe ich so das Gefühl noch wie nie zuvor dass es einfach ganz frei fließen kann und mir das wirklich viel Spaß macht.

00:01:14: grade

00:01:15: Ich glückwünsche dich erstmal zu diesem gefühl weil ich Das thema könnte für mich nicht präsenter sein find's auch sehr.

00:01:25: Ich war vorhin richtig freudig angefasst als mir geschrieben hast Ey!

00:01:28: Ich hab heute Bock über dieses Thema zu sprechen.

00:01:31: Bist du dabei?

00:01:31: Ich so, Jo lass uns machen.

00:01:34: Und bin gerade sehr neugierig an welche Erfahrung Du gemacht hast dass es jetzt zu dieser neuen Erfahrung kommt und vielleicht sogar mit uns teilen kannst.

00:01:45: Hast du ein geheim Rezept?

00:01:46: das ist vielleicht so.

00:01:47: wenn wir dreißig Minuten weiterspulen würden Vielleicht steht dann das dort als Ergebnis wie immer nicht gescriptet.

00:01:53: Wir wissen nicht was passiert.

00:01:55: Ja Mega Idee.

00:01:56: Ich guck mal, ob ich ein Heimrezept finde und ob es da eins gibt.

00:01:59: Vielleicht sprechen wir einfach ein bisschen darüber und dann stellt sich das heraus.

00:02:02: Mhm.

00:02:03: Ich würde aber vorher noch einmal ganz gerne wissen du hast jetzt angeschnitten Sichtbarkeit.

00:02:06: was ist denn für dich Sichtbarigkeit?

00:02:08: Vielleicht fangen wir nochmal bei den Basics an weil jetzt bin die schon in den Social Media Bereich reingekang.

00:02:11: ich denke mal Gebrauch.

00:02:12: Sichtbarheit is mehr als Social media.

00:02:15: Was ist für dich Sichtbarkeit?

00:02:16: Für mich ist Sichtbarkeit.

00:02:19: also ich glaube Wir sind alle auf eine Art und Weise sichtbar im Sinne von wir zeigen uns draußen der Welt, aber Sichtbarkeit ist eine absichtlich initiierte Zerschaustellung der eigenen Person.

00:02:34: Jetzt könnte ich schon sagen zur Schaustellungen ist schon so negativ konnotiert ein absichtlich bezwecktes Sichzeigen weil es zwingt uns ja keiner hier zu sprechen, es zwingt uns keiner ein Foto zu posten in den WhatsApp-Status bei Instagram und TikTok real hochzuladen wie auch immer aber link den Beitrag zu schreiben, dazu zwingt uns keiner.

00:02:52: Und sobald wir ein Fuß aus der Tür rausmachen, der nicht dazugedacht ist oder einen Schritt aus der Türe auszumachen, der sich mit Freunden und Familie zu treffen hat zur Arbeit zu gehen würde ich das als Sichtbarkeit verstehen.

00:03:05: Und selbst ein Netzwerk treffen irgendwo wo du sagst, ich fahre auf dem Kongress ist auch schon wieder Sichtbarigkeit weil es vielleicht einen anderen Zweck erfüllt.

00:03:13: Warum?

00:03:14: fällt es vielen Leuten so schwer, Sichtbarkeit als was normales zu empfinden.

00:03:18: Also ich finde da dieses klassische Beispiel ist der Foto-Operat wird gezückt, komm wir machen mal ein Foto und alle sind also gefühlt alle sind auf einmal komisch.

00:03:30: Fast jeder hat einen Thema.

00:03:31: damit ist meine Wahrnehmung ja vielleicht stimmt meine Wahrnehmen auch nicht aber da ist wie sowas.

00:03:36: dann wird etwas aktiviert und auf einmal müssen alle komisch sein man kann ja nicht mehr wie vorher sein Was?

00:03:41: Ja,

00:03:41: ich glaube das ist die Angst vor Bewertung und dass das eigene Selbstbild ins Banken gerät.

00:03:46: Weil allein alle, die schon mal sich mittlerweile geht es ja easy in eine Voice-Mail von sich selbst angehört haben, haben am Anfang Störgefühl.

00:03:54: Oh krass!

00:03:54: Die Stimme klingt auch einmal anders.

00:03:56: so höre ich mich an.

00:03:58: Dann siehst du dich auf einem Video.

00:03:59: was tanze ich?

00:04:00: so sehe ich von hinten aus.

00:04:02: So liegt meine Frisur aus der Perspektive Das heißt das komplette Selbstkonzept wird er erst mal hinterfragt Auf ne Art und Weise.

00:04:09: Und wenn du halt dich sichtbar zeigst in welcher Form auch immer, dann folgt in der Regel damit auch eine Bewertung und dann musst du dich damit auseinandersetzen.

00:04:15: Und je nachdem wie stabil das eigene Selbstkonzept ist gibt's dann entweder einen Haken hinter und sagst Chaka Rückenwind oder uuh ja naja gucken wir vielleicht uns nochmal an ob das wirklich alles so gut ist.

00:04:25: Du meinst also dass eigene Selbstbild was man von sich hat wird dadurch mal auf den Prüfstand gestellt?

00:04:32: Na klar!

00:04:33: Also warum laden wir Dinge hoch?

00:04:35: Mal ganz selbstkritisch.

00:04:36: Es ist ja ein guckt mal was ich gerade mache.

00:04:39: Und im besten Fall und so ist ja Social Media auch konzipiert, gibt's dafür ein Like.

00:04:43: Und dann wird sofort Dopamin ausgestattet.

00:04:45: Oh die Menschen gefällt das!

00:04:47: Ich glaube du hast es in Folge eins oder dreimal gesagt dass du am Anfang immer danach geguckt hast, ah hat schon jemand reagiert, da gibt es schon Leute die irgendwie kommentiert haben, ist jetzt ewig her.

00:04:57: Also ganz verkürzt gesagt ist es das glaub ich

00:04:59: Wenn wir noch mal aus dem Social Media Bereich rausgehen und einfach nochmal dieses Foto Beispiel nehmen.

00:05:05: Und Du hast gerade angesprochen... Selbstbild.

00:05:08: Und das Selbstbild wird vielleicht dann auch enttäuscht oder sowas in die Richtung?

00:05:14: Geht das auch in Richtung Fehlbarkeit, dass ich vielleicht fehlbar

00:05:18: bin?

00:05:18: Bestimmt!

00:05:19: Also ich sag mal so... Ich weiß, dass sich kein Sex per Kabel und ich möchte von mir keine Bilder sehen im Badehose wo der Bauch vielleicht mehr raus guckt als ich das selbst weiß.

00:05:29: Es fühlt sich doof an.

00:05:30: Mal ganz wohl eine Rabel hier in diesen offenen Raum gesprochen.

00:05:33: Da kann man viele Fragezeichen hintermachen, selbst Konzept von Körper und so weiter.

00:05:38: Aber klar das ist dieses Baller.

00:05:39: ich weiß ich habe keine Ahnung.

00:05:41: wenn ich eine kale Stelle hinten hätte Männer weißt du diese Tonzur und merkst oh das Haar wird hinten lichter.

00:05:50: Ich will das nicht nochmal sehen.

00:05:52: Machen wir mal nicht von der Seite.

00:05:53: da hab' ich ein Doppelkinn.

00:05:55: Das ist ein Spiegel den wir vor das Gesicht gehalten bekommen.

00:06:00: Das kann ich sehr gut nachempfinden.

00:06:02: In den letzten anderthalb Jahren habe ich genau damit gearbeitet, was du gerade beschrieben hast.

00:06:07: Okay.

00:06:07: D.h.,

00:06:08: ich hab mir immer wieder meine eigenen Voice-Mails angehört.

00:06:13: Immer wieder!

00:06:15: So ging der Start los ne?

00:06:16: Einfach zwei drei Minuten was aufgenommen über einen Thema gesprochen... ...was ich hier in meiner Physiotherapie praxis tagtäglich mache und oftmals auch die gleichen Sachen erzähle weil die Krankheitsbilder nun mal Ähnlich sind bei einem Bandschein.

00:06:31: Jetzt weiß ich, warum du auch keine Zeit für andere Podcasts hast weil du dir deine eigenen Sprachnerichten anhörst.

00:06:37: Die Phase ist jetzt vorbei.

00:06:38: aber das was ich den Patienten gesagt habe einfach mal reingesprochen in einen WhatsApp-Sprachenunterschied und mir selber geschickt und immer wieder angehört und ich hatte das Gefühl beziehungsweise war es gut für mich dass einfach immer wieder zu machen also immer wieder zum Machen und dabei kam so viel Scham auf.

00:06:56: Ich glaube, das ist das Ding so bei Fotos und bei eigenen Stimmehörn, dass da einfach Charme aufkommt.

00:07:02: Warum auch immer?

00:07:03: Das kann ich mir auch nicht erklären aber es ist irgendwie Charme.

00:07:06: Und tatsächlich hat bei mir geholfen ja diese WhatsApp Nachrichten zu machen und dann irgendwann anzufangen Videos.

00:07:12: Oh Gott jetzt sehe ich mich auch noch!

00:07:15: Da weiß ich noch ganz genau.

00:07:16: gab's Situationen wo ich mir das Video angeguckt habe und gedacht mich so hart bewertet haben oder hab' ich mich versprochen.

00:07:24: Fehlbarkeit.

00:07:25: Oh Gott, jetzt sehe ich wie ich fehlbar bin und das ist finde ich also da spielen einfach ganz viele Kindheitserfahrungen eine Rolle.

00:07:34: Das

00:07:34: klingt ja schon fast wie Schocktherapie, dass man sagt der Weg aus dem Schmerz heraus oder aus der Angst führt durch die Angst?

00:07:42: Na Schock-Therapien nicht weil ich habe es immer so dosiert, dass es noch aushaltbar war.

00:07:47: Also nicht zu vielheit, nicht dass sich dann die Sachen Also ich höre mir das einmal an und dann schmeiße das Ding in die Ecke und sag, ah, die Scheiße kann ich nie wieder hören.

00:07:55: Also schon so dass es noch träglich war.

00:07:57: aber was ich jetzt sagen wollte mit den Kindheitserfahrungen ist das Scham.

00:08:01: also wie wir alle machen Fehler?

00:08:03: Es ist etwas ganz normales Das weiß irgendwie jeder vom Kopf her aus Fehlern lernt.

00:08:07: man gibt all diese Sprüche.

00:08:08: Aber wie wirklich in der Kindheit von deinen Bezugspersonen mit Fehleren umgegangen wurde Also wie darauf reagiert wurde glaube ich ganz entscheidend dafür ob das später für dich normal ist oder ob das beschämend war.

00:08:22: Ja, glaub ich auch!

00:08:23: Und da haben wir bestimmt alle Erfahrungen mal gemacht, vielleicht manche mehr und manche weniger wo Fehler einfach als sehr beschämende dargestellt worden sind.

00:08:33: Das ist nicht so dass dann die Bezugspersonen dastehen unbedingt uns sagen wie peinlich oder so, ne?

00:08:38: Das es ja sehr offensichtig, das kann viel subtiler sein.

00:08:41: einen nicht reagieren und einen abwenden zum Beispiel wenn ein Fehler passiert erzeugt auch schon Charme.

00:08:47: Geht meine Bezugsperson weg oder ein ignorieren, was machst du da?

00:08:52: So geht das doch nicht.

00:08:53: Und ich glaube diese Erfahrungen sitzen schon auch in uns die uns dann daran hindern später Zählbarkeit als etwas völlig Normales zu empfinden.

00:09:02: Also

00:09:03: funktioniert ja auch unser Bildungssystem, oder?

00:09:06: Es wird ja selbst... Jetzt wird's

00:09:08: weißy Marius!

00:09:10: Naja also ohne dass wir jetzt dazu tief reingehen müssen und keine Ahnung wie es mittlerweile ist.

00:09:17: aber In ganz, ganz vielen Kontexten werden ja auch richtige Sachen mit einem Rotstift angestrichen.

00:09:23: und trotzdem steht am Ende von so einem Diktat, oh du hast zwei Fehler.

00:09:28: Und natürlich steht dann irgendwie so keine Ahnung, acht neunzig von hundert und trotzdem manchmal... Also ich hatte Lehrerinnen und Lehrer die haben wirklich so zwei F-Punkt geschrieben, zwei Fehler da stand nicht, du hast acht neunsig richtige Dinge getan.

00:09:41: Allein mal das zu gucken sich anzusehen worauf bin ich getrimmt?

00:09:45: eigentlich auf Fehlervermeidung.

00:09:48: Und ein Kunde von mir in Berlin, der hat mal an dem Podcast eine ganz, ganz tolle Sache gesagt.

00:09:53: Also ich finde die inspirierend.

00:09:55: Das kann man auch als Kalenderspruch abtunen.

00:09:57: aber ich finde da ist was dran.

00:09:59: Der hat immer gesagt irgendwo selbst hinfallen ist eine Bewegung nach vorne

00:10:03: stark

00:10:04: und ja Punkt.

00:10:07: Da fällt mir gerade noch einen Verena König, die von korrigierenden Erfahrungen spricht.

00:10:12: das heißt wenn wir jetzt diese Erfahrung gemacht haben von Beschämung die kann auch da sein, ohne dass wir uns bewusst daran erinnern.

00:10:21: Entscheidend ist quasi wie leben wir ihm jetzt?

00:10:23: Wenn wir mit Sichtbarkeiten ein Problem haben dann kann man eigentlich sehr sicher sagen das irgendwann mal was war und was da hilft sind korrigierende Erfahrungen.

00:10:31: ich muss mich gerade erinneren wie ich jetzt losgelegt habe mit Instagram und Co.

00:10:36: Und du mir geschrieben hast Ich feiere es übrigens sehr, dass du da sogar skippst.

00:10:40: Ja das ist eine korrigieren Erfahrung weil da einfach Support da war für etwas bei mir sehr verletzlich war, Scham besetzt.

00:10:49: Und dadurch... Das hat richtig was gemacht einfach unter anderem und ja deswegen kann ich nur sozusagen sagen lasst uns gegenseitig supporten einfach bei solchen Sachen und gerade auch die Bewusstheit dafür zu entwickeln dass es nicht selbstverständlich ist so etwas anzufangen.

00:11:07: und wenn man sowas anfängt kann man da auch supporten oder sich Support einholen von einem entsprechenden Umfeld Was am besten dann das?

00:11:16: Das finde ich super spannend und ich habe das mit Sicherheit auch schon mal gedacht und bestimmt auch schon einmal laut ausgesprochen, aber es wird mir diesen Kontexten immer bewusst.

00:11:28: Und mittlerweile möchte ich mich davon bestmöglich distanzieren dass eine sehr gängige Reaktion ja auch darauf sein könnte Dass dich dort jetzt jemand sieht oder uns hier jemand sieht Oder hört und dann so dieses Was macht der jetzt?

00:11:44: Jetzt macht er so ein Video.

00:11:46: Also diese Angst vor Abwertung von Menschen, die du ja sonst auch gar nicht fragen würdest.

00:11:51: Du sagst mal Jochen wie findest du eigentlich mein Real?

00:11:54: aber im Kopf läuft dann so ein Mechanismus ab, der vor dem Urteil von Menschen Sorge hat, die uns eigentlich in positivsten Sinne egal sind.

00:12:03: und ich beobachte das oft dass wenn jemand mutig ist und sich mit sowas nach draußen begibt wie jetzt in deinem Fall Und noch mal ich feier diesen Mut total.

00:12:14: Ich habe immer noch eine Hemmschwelle und auch gar keine richtige Lust, mich so krass bei Social Media zu zeigen dass ich wirklich schonmal mitbekommen habe das sind so ne Abwertung von außen passiert bei anderen Menschen sich das vielleicht nicht trauen.

00:12:25: es wäre auch ein leichtes für mich gewesen gut jetzt sind wir befreundet und Partner in diesen Punkten aber zu sagen Oh, eh, logisch schon wieder.

00:12:34: Jetzt ist der schon wieder zu sehen!

00:12:35: Das ist ja eine ganz gängige... Also in meiner Bubble ist das... In meine Bubble trifft es dich richtig, aber in dem Zirkel die ich auch kenne und den Kreisen, den ich auch manchmal verkehre, ist das so ne Abwertung anstatt das mitzufeiern.

00:12:47: Woher kommt das?

00:12:49: Huhu,

00:12:49: woher kommt dass?

00:12:50: Also ne rhetorische Frage.

00:12:52: Ja, er ist ein kollektives Ding.

00:12:53: Ich weiß genau was du meinst Und genau diese Gedanken hatte ich natürlich auch und ich bekannte Freunde Wenn ich mir bestimmte Personen vorgestellt habe, dann war das auch sehr aktiv.

00:13:04: Dass solche Sätze kommen, was macht der da jetzt?

00:13:06: Was soll denn das?

00:13:07: Wofür sollen die gut

00:13:07: sein?!

00:13:09: Und tatsächlich hab' ich irgendwann den Fokus gelenkt auf das Feedback der Leute, denen ich geholfen habe – das ehrliche Feedback!

00:13:19: Und hab mich darauf fokussiert, ey wenn ich dem damit helfen konnte und jetzt einen Instagram-Realmacher tiktok was weiß ich... Und das sage, was ich glaube, was hilft wovon ich schon Feedback bekommen habe.

00:13:32: Dann war es eine ganz andere Ausrichtung oder ist ne ganz andere ausrichtung als sich darauf zu fokussieren.

00:13:37: wer könnte das jetzt scheiße finden?

00:13:40: Wer könnte dann nörgeln?

00:13:41: und da ja da war die Grundlage wieder die physische Erfahrung im eins-to-eins hier in der Praxis.

00:13:46: Leute haben mir gesagt Alter!

00:13:47: Das war richtig gut was du mit mir gemacht hast.

00:13:51: Ja, da sind wir wieder bei zwischenmännlichen Beziehungen und Support in korrigierenden Erfahrungen.

00:13:54: Ich habe den Support bekommen und dann kann ich auch vielleicht mehreren Leuten helfen wenn sie das sehen.

00:14:01: Und natürlich sind ja auch Leute bei dir dann sagen was ist das für ein Scheiß?

00:14:05: Aber es ist ein Fokus!

00:14:07: Meinst du diese korrigieren Erfahrung war nur primär dadurch möglich dass ich also werden der andere Leute gespiegelt haben und das war jetzt einfach so aus dem Herzen heraus Aber dass ich dir diesen positiven Zuspruch gegeben habe.

00:14:20: oder ist das ausbleiben von Kritik auch schon korrigierend genug?

00:14:24: Ich würde sagen, dass positive Supporten wie deutlich mehr als das nichts sozusagen deutlich mehr.

00:14:32: Mein Berater mit dem ich das mache der auch meine Website jetzt neu kreiert hat Flo vielleicht hörst du das gerade liebe Grüße.

00:14:40: Der hat mich auch mega supportet.

00:14:41: zum Beispiel der gesagt Lucas mach weiter Mega, wie du Gast gibst.

00:14:46: Schreib mir zwischendurch immer so kleine Nachrichten.

00:14:48: Egal dass du das sofort umgesetzt hast.

00:14:50: Das ist

00:14:51: sehr cool.

00:14:52: Es wird mich jetzt auch gerade nochmal bewusst... ...das ist so geil!

00:14:55: Eins zwei Leute reichen da schon ne?

00:14:57: Das ist auch wieder dann sozusagen.

00:14:59: man kann dann auch sagen, ich habe die Leute nicht, die mich so supporten.

00:15:02: Brauchst nicht fünfzig glaub' ich.

00:15:04: Mir haben jetzt eins-zwei gereicht drei und das ist mega schön.

00:15:08: es fällt mir jetzt gerade so richtig auf ja dass das der Schlüssel war und das wahrscheinlich Ja, von mir aus ging okay.

00:15:14: Komm ich will da hinten.

00:15:16: Aber dann während auf dem Weg den Support zu bekommen das tut mega gut.

00:15:21: Glaub' ich dir.

00:15:25: Eine Sache die mich extrem geholfen hat war noch dass Flo meinte lad einfach Öls hoch und wenn du deine Rezension bei Google vorliest lad sie einfach hoch.

00:15:37: Es geht da einfach nur darum um Sichtbarkeit.

00:15:40: Ich meine, ich brauche so eine neue Kamera und alles.

00:15:42: Die Kameralkalität ist scheißegal!

00:15:44: Der Ton ist ein bisschen wichtig.

00:15:45: Lad einfach regelmäßig Sachen hoch.

00:15:48: Nur darum geht es.

00:15:49: Das hat mir extrem geholfen... Stimmt!

00:15:52: Ich muss ja nicht perfekt die Bandscheibe erklären, sodass alle meine Dozenten, meine Patienten, meine Familienmitglieder, die das vielleicht auch sehen könnten, dass alle damit was anfangen können.

00:16:03: Dann ist schon okay jetzt mache ich's für tausende Menschen.

00:16:07: Es geht einfach nur darum, Präsenz zu sein und natürlich kein Quatsch zu erzählen.

00:16:11: Aber einfach kleine Sachen, kleine Infos immer wieder Snippets sozusagen reinzugeben.

00:16:18: das hat mir extrem geholfen einfach zu sagen lad einfach hoch.

00:16:22: Leute wollen heutzutage.

00:16:23: Menschen sehen gerade Zeiten von KI.

00:16:25: es gibt so viel KI Profile also Sachen Grafiken die erstellt werden Die wollen Menschen sehen, das fällt mir eh am Leichtes nicht auf.

00:16:34: gar keinen Bock da um etwas zu machen.

00:16:36: Also einfach Kamera aus zack zwischendurch irgendwie gerade einen Gedanken gehabt Film hochladen auch nicht jetzt groß auf die Qualität und Technik und alles.

00:16:45: Das sind so waren so Blockarenfeuer bei mir, die haben ja einfach genommen hat weil er gesagt es geht ums Grund dann kam's doch im Fluss.

00:16:51: also meine Reals Jetzt sind anders schon auch mit was da alles so zu sehen ist als von vor zwei Wochen.

00:16:56: aber weil ich einfach angefangen habe Auch jetzt nicht allen das gerecht machen zu wollen, allen recht machen.

00:17:03: Das war so ein Gamechanger auch.

00:17:05: Und stimmt es nicht, dass da die Location und

00:17:07: einfach

00:17:08: Guck bisschen gut ist und dann reicht's sozusagen?

00:17:13: Ich

00:17:13: glaube, dass sobald dieses Narrativ im Raum ist ich brauche erst noch x um y zu tun Dann wirst du immer was finden.

00:17:24: Wenn das Wetter besser ist, dann fange ich an beim Laufen.

00:17:26: So wenn erst das und dann her... Dankeschön fürs Teilen!

00:17:33: Du hast jetzt gesagt dass das noch vor anderthalb zwei Jahren anders war?

00:17:36: Und jetzt klingt es so wie.. Ich habe das jetzt einfach mal gemacht.

00:17:40: Das ist ja nicht über Nacht entstanden.

00:17:43: überhaupt

00:17:43: dich jetzt einfach einmal ganz frech.

00:17:45: Vielleicht nochmal einen kurzen Einblick wo ich mal hergekommen bin Wie krass das war!

00:17:48: Ich war zwölf in Tunesien mit meiner Mutter.

00:17:51: Ich saß da auf dem Kamel und da wurde ein Foto gemacht.

00:17:53: Dieses Foto wurde dann später ausgedruckt und ich habe dieses Foto gesehen, und ich hab ein Wud-Anfall bekommen.

00:18:00: Wie hässlich ich da drauf war!

00:18:02: Ich hab mich so als hässlicher und als.

00:18:05: dieses Bild darf niemand sehen... ...und meine Mutter wollte das in das Fotoalbum einkleben wo mehrere Fotos waren.

00:18:11: Und ich hab einen Wudanfall bekommen und gesagt, ich möchte das nicht.

00:18:14: Das darf da nicht weg.

00:18:15: Ich hab das zerknittert.

00:18:16: Ich weiß noch, ich bin richtig eskaliert bis irgendwann der Kompromiss war.

00:18:19: ja wir machen das ins Foto Album Aber wir machen da so quasi das Indies-Fotopapier rein, dass man es nur aufklappen kann mit deiner Zustimmung sozusagen.

00:18:28: Und ja, da habe ich mich einfach extrem beschämt gefühlt weil ich in der Situation fotografiert worden bin wo ich glaube ich dachte mich fotografiert keiner und dann hatte ich einfach Lust die Dinge die ich hier tue, die ich mit Leidenschaft mache wo ich Leuten helfen kann wenn ich die weiter in die Welt bringen möchte ist heutzutage Social Media Das Ding.

00:18:50: Und das heißt irgendwie war es für mich einfach dann okay, denn da muss ich mich damit auseinandersetzen mit diesem Teber.

00:18:55: Fehlbarkeit und Sichtbarkeit.

00:18:56: Die Scham dabei!

00:18:58: Mich zu hören, mich zu sehen... Ja, das war ein Prozess.

00:19:03: Was mir dabei gerade aufkommt weil du bist ja auch jemand der lange Zeit Handball gespielt hat.

00:19:07: Auch auf hohem Niveau und da ist man ja auch in einer Form sichtbar.

00:19:12: Du bist ja auf einer Form von Bühne Und ich glaube, aber es gibt oder zumindest das jetzt aus einer eigenen Erfahrung heraus maßgeblichen Unterschied zwischen einem sich zeigen auf performativer Basis.

00:19:24: Das heißt, ich stehe jetzt auf einer Bühne und singe Lied Oder aber ich stehe auf der Bühne und erzähle irgendwas Vulnerables oder ich sitze jetzt hier im Podcast.

00:19:32: Und das ist auch immer so ein schmaler Grad aus, wie viel ist jetzt quasi in Anführungsstrichen Show?

00:19:36: Und wieviel ist jetzt wirklich Kernpersona dort und erzählt dir sowas wie mit dem Kamel oder mit dem Ohr... Ich weiß nicht ob ich jetzt unbedingt von mir einen Badehose in Foto brauche, dass das eine sehr unterschiedliche Form von Sichtbarkeit und Verhaftigkeit ist die dann auch wieder Sorge vor Bewertung hat!

00:19:51: Weil du wirst ja als zwölfjähriger das richtig... Also es tut mir auch leid, dass du diese Erfahrungen gemacht hast.

00:19:57: Aber ich frag mich gerade, hast du beim Handballspielen auch Angst davor gehabt?

00:20:01: Ja.

00:20:02: Ich hatte Angst und Versichtbarkeit vor allem vor meinen Emotionen.

00:20:07: Und ganz speziell wenn meine Eltern mit dabei waren... Also ich konnte das auch so klar benennen!

00:20:14: Ich wollte immer dass die nicht dabei sind weil dann ein freierer Zugang zu meiner Emotion Dann konnte ich Wut zeigen, dann konnte ich Aggressionen zeigen beim Handball.

00:20:23: Da konnte ich Freude sagen!

00:20:25: Das war sehr schwierig als Sie dabei waren, da habe ich das immer mehr unterdrückt.

00:20:29: und im Kern würde ich sagen ist es das gleiche ob ich bei Social Media mache weil ich mache ja nicht auf professionell und zeig mich hier mit einer Seite sondern ich bin voll da mit dem die Passion die gerade denn da ist quasi für das Thema also authentisch einfach könnte man sagen Und da würde Ich sagen tatsächlich im Kern ist es dass gleiche Thema auch als unterschiedliche Ebenen sind.

00:20:53: Ja, einfach interessant!

00:20:54: Also ich bin selbst gerade dabei an diesem Thema noch mal zu arbeiten.

00:20:59: Ich habe jetzt mit dem Singen wieder angefangen in einem Teil meiner alten Gruppe und merke das da auch nochmal in puncto Stimme zeigen sichtbar sein nochmal Themen aufkommen aber es für mich einen ganz klaren Unterschied macht ob du mich mit einer Gitarre vor hundert Menschen setzt und ich dann Lied singe als performativen Akt und selbst wenn es keine Ahnung eine Schnulze ist, kann ich das gefühlt ohne Scham einfach machen.

00:21:25: Aber zu tanzen beispielsweise in einer anderen Form von Ausdruck würde viel mehr Vulnerabilität bei mir hervorrufen.

00:21:33: Also da bin ich auch noch am Forschen und weiß nicht genau... Es ist ja beides ne Form von Bühne und das eine ist halt wieso gelernt Da hält mir jemand ein Stöckchen hin, da springe ich drüber.

00:21:45: Deswegen dachte ich es ist beim Handwärtsspiel auch so für dich.

00:21:47: Alles klar!

00:21:48: Ich habe hier abgesteckt einen Rahmen.

00:21:49: Dort ist das Tor und das ist mein Ziel.

00:21:51: Das ist der Kontext.

00:21:54: Und dann performt mich dort.

00:21:56: Aber sobald...

00:21:57: Ich gehe mal ganz kurz rein.

00:21:59: So hätte sich das damals auch gedacht.

00:22:01: Genauso wie du es gerade gesagt hättest.

00:22:04: Die Erkenntnis ist auch recht neu.

00:22:06: Und ja, ich konnte auch richtig gut Handball spielen.

00:22:09: Ich habe die Sachen auch wirklich gut gemacht und dabei habe ich auch keinen Scham oder sowas gespürt.

00:22:13: aber im Nachhinein konnte ich heutzutage aus der Sicht... Aus der Sicht von heute da.

00:22:20: früher war ich nicht richtig voll da emotional also mein emotionaler Körper war nicht richtig da wenn meine Bezugsperson quasi mit dabei waren.

00:22:31: Das heißt ich hab das Ding schon runtergerockt Ja?

00:22:33: Ich hab doch gut gespielt und alles.

00:22:35: Aber ich war nicht voll da.

00:22:36: Und das ist vielleicht auch nochmal ganz interessant, denn wir können natürlich bestimmte Sachen einfach so machen und dabei kann man so in dem abgesteckten Rahmen dann sein ne?

00:22:44: Ich kann aber auch voll mit Emotionen dabei sein bei einer Sache ja und dann macht es meistens mehr Spaß weil man einfach richtig dabei sein kann und nicht gefühlt irgendwas zurückhalten muss.

00:22:53: Stimm mich dir zu!

00:22:54: Ich frage mich gerade wie war's denn deine anderen Kontexten wenn du sagst wenn deine Bezugspersonen da beim Handball dabei waren?

00:23:01: falls ihr jetzt darüber reden möchtest Keine Ahnung.

00:23:05: Einkaufen beim Abendessen bei einer Familienfeier im Urlaub?

00:23:10: Ja, habe ich mich recht früh entzogen, indem ich entschieden habe dass ich aus Internat gehe und somit

00:23:17: ganz

00:23:17: viel früh schon ohne meine Bezugspersonen verbracht habe.

00:23:24: Was sich immer besser angefühlt hat für mich.

00:23:26: Okay.

00:23:28: Angenommen wir würden da jetzt mal einen Punkt hintermachen.

00:23:31: wie geht es dir jetzt damit im Sinne von Sichtbarkeit bei Social Media, weil dein Kopf wird ja immer noch wissen eigentlich wer kann nicht bewertet werden und vermutlich werde ich auch bewertete.

00:23:42: Egal ob mir die Menschen das spiegeln oder nicht wie hast du da für dich einen Weg gefunden ein herzliches Fakt drauf zu geben?

00:23:51: Ich glaube genau nicht so dass sich ein Fakt darauf gebe sondern dass ich offen bleibe dafür was das mit mir macht also Die Scham gefühlt werden darf, auch die Unsicherheit geführt werden darf.

00:24:06: Und auch wenn es eine Reaktion gibt von einem Kommentar dass das auch gefühelt werden darf?

00:24:12: Die Unsicherkeit und den Unscham als zum Beispiel jetzt mit dem Kommentar.

00:24:17: Also eher nicht wie ich... Das ist mir egal und ich schotte mich ab sondern Ich öffne mich dafür und ich lasse es zu.

00:24:23: Denn ja die Unsichheit und die Scham ist ja nicht nur von heute.

00:24:28: Das ist ja was, was meistens mit den Personen entstanden ist die die meiste Macht über uns hatten und die meisten Entscheidungsmacht über uns.

00:24:37: Von daher sind das immer schöne Einladungen.

00:24:39: so kann ich das mittlerweile betrachten dort nochmal hinzuschauen was es sind dafür Gefühle auch die sich nicht geil anführen aber die letztendlich wenn sie nicht gefühlt werden wir uns limitieren indem wie wir uns ausdrücken.

00:24:51: Und worin besteht jetzt genau die Freiheit für dich, von der du vorhin geschrieben hast?

00:24:55: Von der du gesprochen hast.

00:24:56: Die

00:24:56: Freiheit besteht darin dass die Scham und die Unsicherheit immer weniger Macht über mich hat also dadurch das ich sie bewusst eingeladen habe.

00:25:08: und ja diese Baby Steps wie gesagt hatte WhatsApp erst mal Sprachnotis dann anzufangen Videos dann gucke ich mich an dabei Dann wirklich mal was hochzuladen Dann den Kanal wieder gelöscht, der hat dann mal wieder so einen... Dann wieder neu aufgebaut.

00:25:26: Okay hier jetzt doch die Sache machen und ja letztendlich jetzt da so ein freies Gefühl zu haben wie noch nie zuvor und einfach zu machen.

00:25:36: Das Scham häufig bei uns einhergeht auch mit einem unangenehmen Gefühl und einer Ohnmacht ist ja grundsätzlich oder vielleicht nochmal anders.

00:25:46: Schamgefühl als solches ist ein soziales Gefühl genauso wie Schuld.

00:25:49: das heißt Grundsätzlich ist an der Scham ja überhaupt nichts falsch, das ist vielleicht auch noch mal einmal ganz wichtig zu sagen.

00:25:56: Scham is was mega-wichtiges!

00:25:58: Hätten wir kein Scham als Gefühl dann würden wir Sachen tun die wir alle nicht wollen.

00:26:04: Ja?

00:26:05: So iß deine Beschämung

00:26:07: hast du

00:26:07: keinen Schamgefühl Dann machst du Sachen die einfach nicht förderlich sind fürs Leben.

00:26:12: Das heißt dass begrenzt uns auf eine gewisse Art und Weise.

00:26:15: Ich schlag jemand tot um Ohne Grund oder mit einem Minigrund, oh danach schäme ich mich.

00:26:20: Weil alle jetzt traurig sind von der, also die Familienmitglieder.

00:26:24: Es ist gut dass du dich schämst dafür.

00:26:25: Dadurch lernst du okay.

00:26:27: das ist falsch jetzt jemand tot umzuhauen.

00:26:29: Die Frage ist ja nur zu sagen wie nutzen wir Scham wenn du nämlich deine Klassenarbeit verhaust und ne fünf schreibst weil du am Tag Feuer lieber dein Körper bewegt hast weil du ein Kind bist und weil du spielen willst?

00:26:41: Und dann ne fünf schreiben nächsten tag weil du kein Bock hattest auf Mathe... Scheiß sag' ich mal!

00:26:47: Und dann wirst du beschämt dafür, wie kannst du nur noch fünf Schremen?

00:26:50: Ich glaube das ist dann wo es toxisch wird.

00:26:53: Wo das nicht der Sinn der Charme ist.

00:26:56: Macht glaub ich ein zu großes Thema auf.

00:26:58: aber du hast gerade gesagt beides so soziale Gefüge.

00:27:01: in meiner Erinnerung ist Charme etwas sehr individuelles.

00:27:06: dazu bräuchte ich dich nicht mal zweipitzwohn also nicht mal unbedingt.

00:27:10: und Schuld ist quasi nur eine Interaktion durch das Handeln möglich und passiert oft retrospectiv erst, weil gerade wenn du das Thema Kind jetzt noch mal ansprichst.

00:27:20: Also Kinder haben ja kein Konzept von Schuld die schämen sich aber Schuld kommt ja erst

00:27:25: viel viel später.

00:27:26: Aber ist Scham nicht ein soziales Gefühl?

00:27:28: Weil wenn du alleine auf der Welt wärst Du brauchst ja einen Gegenüber Weil für was solltest du dich schäme Wenn du allein auf der welt bist?

00:27:35: Ja aber das richtet sich nur gegen mich so mein ich das Achso!

00:27:37: Die Konsequenz dann also Schuld als Schame Als war es nach innen gerichtet des Ja Okay okay

00:27:45: Ich glaube, der Comedian Till Rheiners hat mal gesagt – ich glaube es kommt von ihm.

00:27:51: Man müsse über diesen Cringe-Mountain rüber.

00:27:53: Cringe ist ja so jugendmäßig Jugendsprache für so unangenehm, peinlich.

00:27:57: Hör und über den eigenen Cringe Mountain, über diesem Berg das Unangenehmen einmal drüber.

00:28:02: Danach ist es leichter.

00:28:03: wenn man so einen Gipfel erreicht hat sagt man sich dann nach Ja Pfff!

00:28:06: Ist ja lustig dass ich noch vor drei Monaten gedacht habe so Kamera vor der Nase wie komisch ist das Zeit rein zu sprechen und das hochzuladen und irgendwann wirds halt das neue normal.

00:28:14: Aber ich finde, an diesem Punkt zu kommen und auch wirklich diesen Berg erst mal hochzugehen geschweige denn drüber hinwegzukommen ist gar nicht so leicht weil halt jede Menge Muster aktiviert werden im Kopf.

00:28:24: Und es natürlich schöner ist irgendwie gemocht und gefeiert zu werden anstatt von hundert Leuten zu hören.

00:28:31: So gerade bei Social Media da sind wir wieder in einem kollektiven Thema.

00:28:34: dann ich meine wie leicht ist es sich beim grade die Meinung an den Kopf zu husten ohne irgendwas zu befürchten ob nur verdeckt mit Klarnamen.

00:28:42: das finde ich selbst schon Ganz, ganz viel voraus.

00:28:47: Also Hut ab!

00:28:49: Ja ich würde vielleicht noch am Ende eine Sache sagen und zwar dass Sichtbarkeit nicht unbedingt jetzt mit Social Media und Technik beginnt oder zusammenhängen muss.

00:28:58: Ich erinnere mich gerade an eine Übung die wir beide mal gemacht haben im Rahmen von Humanitative Life also unser Meditationskurs Und da haben wir uns gegenüber gestanden und haben uns in die Augen geguckt und haben einfach uns gegenseitig gesagt du bist gut Du bist gut wie du bist Und ich glaube, das sind... Das kommt mir jetzt gerade hoch.

00:29:17: Ich habe die voll vergessen mit einem Teil und es kommt jetzt wieder hoch.

00:29:22: Das sind auch sehr, sehr nähernde Erfahrungen, korrigierende Erfahrungen vielleicht, die wirklich tief gehen.

00:29:30: Es ist gut dass du gut bist!

00:29:33: Und es ist okay und ich sehe dich.

00:29:35: Das war eine sehr intensive und auch schöne berühmte Übung.

00:29:40: Die haben wir sogar miteinander gemacht, ne?

00:29:42: Kann

00:29:42: man auch mit dem Partner-Partnerin vielleicht einfach mal üben.

00:29:45: Also sich natürlich in entsprechenden Rahmen schaffen dann zu sagen okay lass uns das ein... Es ist ja ganz simpel vom... also es ist ganz simpel vom Rationalfaktor her.

00:29:55: Man muss es halt nur tun und es ist intensiv.

00:29:58: von den Emotionen her finde ich so.

00:30:01: Sich einfach gegenüberzustellen, sich zehn Sekunden ja auch zu gucken und gegenseitig zu sagen du bist gut!

00:30:05: Ich habe das tatsächlich schonmal mit Gruppen im Seminar oder Workshops gemacht.

00:30:10: unterschiedlich intensive Reaktion und auch dort vielleicht wieder auch das annehmen zu können.

00:30:16: Ich mache auch auf die Erfahrungen, dass Menschen ganz kompliziert einfach ein Kompliment auch mal stehen lassen können ohne es gleich kleinzumachen.

00:30:25: Und vielleicht gibt's ja auch irgendwas bei uns im Hirn- und Nervensystem was gegen dieses du bist gut sofort ankämpft?

00:30:32: Also gut bin ich doch gar nicht und ich war vielleicht schon einmal besser oder ich könnte noch wieder besser sein.

00:30:36: Und ach, das meint er gar nicht so.

00:30:38: Ich sag Boah, Luki, keine Ahnung, Tolle Jacke, Ach Didi ist schon ein paar Jahre alt!

00:30:43: So dieses sofortes Beckbischen?

00:30:46: Ja ich glaube wir hatten es eingangs besprochen, das Selbstbild oder auch man könnte sagen dass Ego was immer wieder bestätigt bekommen will okay ich bin ja so und so.

00:30:57: Das finde ich jetzt auch eine schöne Sache vielleicht für die nächste Podcastfolge, dass wir da anknüpfen wo wir vielleicht Jetzt aufhören.

00:31:09: Bei mir rattert es gerade noch ein bisschen, aber im positiven Sinne.

00:31:12: Es hat mich auch jedenfalls sehr inspiriert zu hören wie du damit gerade umgehst und natürlich ploppen dann so zehn Frage Tasks auf.

00:31:20: von wegen okay was hält dich ab?

00:31:23: Was würde denn passieren wenn jemand schreibt oder finde ich doof in diesem Kontext ihr seid alle herzlich eingeladen unseren Podcast bei Spotify zu bewerten.

00:31:30: da kann man Sterne geben.

00:31:32: Wenn ihr's super findet gebt uns gerne hohe Punkte.

00:31:36: Wenn ihr es so findet, schreibt uns gerne.

00:31:40: Oder setzt auch die Punkte wie ihr möchtet.

00:31:44: in jedem Fall ist Feedback sehr nett und gleichzeitig machen wir's ja nicht fürs Feedback glaube ich.

00:31:50: Was ratat noch bei dir?

00:31:52: Also du hast gesagt du findest das sehr inspirierend.

00:31:55: was?

00:31:55: was is vielleicht so... Ratat was bei dir wo du sagst dass kannst du dir gerade nicht vorstellen.

00:32:01: so wie ich das gesagt habe.

00:32:03: Ich habe enormen Respekt davor in dieser Regelmäßigkeit Reels hochzuladen.

00:32:08: So, ich bin beruflich so viel unterwegs und könnte gefühlt alle zweiter Tage irgendwie ein Video machen wie ich mit Menschen arbeite aus einer beruflichen Situation und einfach so dieses... ja die Menschen mitnehmen in so einen beruflichen Alltag.

00:32:21: aber ich habe sofort zum Bewertungsmuster was dann sich so denkt naja so wichtig bist du auch nicht wen soll denn das interessieren?

00:32:27: Und dann denken sie vielleicht oh jetzt macht er das schon wieder so alles im Kopf.

00:32:33: Deswegen mache ich es dann nicht.

00:32:36: Und ja, ganz viele Gedanken, dass sich Social Media sowieso anstrengend finde.

00:32:42: aus verschiedenen Gründen haben wir auch schon mal privat drüber gesprochen.

00:32:48: Es ist eine Plattform also mit einem sehr schmalen Laser auf die persönliche Landkarte gerichtet das Strahl Und es ist ja ja authentisch und trotzdem wählen wir ja sehr bewusst die Ausschnitte aus, die wir hochladen.

00:33:04: Oder das Bild was wir hoch laden oder die Geschichte, die wird dort erzählen.

00:33:08: Es ist ja immer ein kuratierter Ausschnitt.

00:33:11: Was mir noch geholfen?

00:33:12: Ja

00:33:12: also viele Gedanken!

00:33:18: Ja ich glaube... Ich

00:33:19: wollte

00:33:20: jetzt gerade nochmal sagen aber ich fühle auch eigentlich so dass die Sache rund ist.

00:33:23: Es fühlt sich grade wie eine sehr, sehr vulnerable Folge an.

00:33:28: Allein das mit, also mit deinem Foto.

00:33:31: Mit den Bezugspersonen oder selbst so eine Geschichte eigentlich ja ein Unsicherheits-Gaga ist auch schon wieder abwertend ich weiß.

00:33:41: So mit der Badehose ne?

00:33:42: Also so Körperthematiken.

00:33:45: Ist ja erstmal was sehr Persönliches.

00:33:48: Ja auf jeden Fall.

00:33:49: Aber ich glaube Menschen können damit glaub' ich relaten Wer frei von Schamgefühl ist wer für den ersten Steinen

00:33:56: In unserer Beschreibung steht nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit tiefe Erfahrungen und vielleicht sogar einer Portion Humor.

00:34:02: Und das entspricht doch dem was du gerade gesagt

00:34:04: hast.

00:34:05: Amen!

00:34:07: Ich danke dir fürs Einbringen des Themas... ...und bin mir sicher dass es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir darüber sprechen.

00:34:15: Vielen Dank für's Zuhören und fürs Sprechen.

00:34:17: Machs gut Lucci bis bald.

00:34:18: Ciao ciao

00:34:26: Alle zwei Wochen am Mittwoch.